Das große Bestiarium

Folgende Abbildungen waren ein Wettbewerbsbeitrag für die Stadt Dessau. Sie im Archiv verstauben zu lassen verbietet der Artenschutz.

Crax virulens: Kaum erforschtes Reptil, mit einer Länge bis zu einem Fuß, wehrt es seine Feinde mit kräftigem Spucken ab.

Curiosus Inventrix: Neugierige Echsenart mit flinken Augen, spielt dank seinen fein ausgeprägten Finger  gerne Musik.

Capra rectoversa bilancia: Besonders zahmes Schaukeltier, wippt zwar hin und her, kommt aber nicht vom Fleck, deshalb vor dem Aussterben bedroht.

Bracchium multiplex: Ungeschicktes Kriechtier mit spannenlangen Ärmchen, hängt meistens nur dumm herum.

Chimæra æquanimitas: Äußerst flegmatisches Flügeltier, kann eine Spannweite von einem Klafter erreichen, die langt ihr aber leider nicht zum Abheben.

Cœlum saltum: Kniehohes, sprungfreudiges Wesen mit stark ausgeprägten Extremitäten, aber winzigen Flügeln, die nur bedingt flugtauglich sind.

Draco salsicius: Langes, bis zu zwei Klafter messendes, wurstförmiges Gewürm mit hartem Panzer aber weichem Herz, das sich ohne Stütze kaum halten kann.

Grotex vomex: Stark segmentiertes, zerklüftetes Panzertier, erreicht in ausgewachsenem Zustand eine Höhe von vier Ellen. Kommt in freier Wildbahn außerordentlich selten vor.

Piscis antipiscis: Fünf bis sechs Fuß langes, im allgemeinen überaus wasserscheues Säugetier, das vor Glück, auf dem Trockenen zu sein immer mit dem Schwanz wackelt.

Gullius vortex: Kleines flaches linsenförmiges Tier, Durchmesser  bis zu einer Elle, sitzt gerne auf Kanaldeckeln und zeichnet sich durch übermäßigen Durst aus.

Rotaris absurdis: Nicht gerade durch Intelligenz bestechendes vielbeiniges Vieh, das sich immer nur blöd im Kreis dreht.

Helix conchylium: Sehr feiger Bewohner eines Schneckenhauses, mimt zwar gerne den Starken, verkriecht sich aber bei erstbester Gelegenheit.

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